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Bring Demokratie & Youth Leadership auf das nächste Level!

mit der soziokratischen Klassensprecherwahl

Der Leitfaden zeigt dir, wie man mit der soziokratischen Klassensprecherwahl ein offeneres und integrativeres Unterrichtsumfeld schafft .

Einführung in soziokratische Wahlen

Eine soziokratische Wahl ist keine Abstimmung - sie erfordert mehr Aufmerksamkeit und Überlegung als nur das Ausfüllen eines Stimmzettels.

Soziokratie lässt sich am besten mit "gemeinsam regieren" beschreiben. Bei der soziokratischen Wahl entscheidet nicht die Mehrheit. Klassensprecher:innen soziokratisch zu ermitteln heißt für alle Beteiligten, über mehrere Stufen hinweg mitzudenken, abzuwägen und zu argumentieren. Solange bis die geeignete Person gefunden ist. Sind alle Schüler und Schülerinnen bereit, sich auf die Regeln und Rituale einzulassen, die mit diesem Ablauf verbunden sind, werden sie mit einigen wichtigen Erkenntnissen belohnt.

Lernziele

Kollaboration &

Co-Kreation

Respektvolle & inklusive Kommunikation

Entwicklung von Führungskompetenzen

Toleranz & Wertschätzung für Vielfalt

Flexibilität & Fähigkeit, Meinungen zu ändern

Einblicke

„In hierarchischen Systemen – wie das Schulsystem eines ist – ist es von besonderer Bedeutung, eine Demokratisierung von Entscheidungsprozessen zu forcieren. Menschen können Entscheidungen, die sie selbst mitgestaltet haben, besser umsetzen und annehmen. Der Identifikationsgrad mit den gemeinsam erreichten Zielen steigt. Es ist Zeit, unsere Schulen vom Top-down-Charakter der Weisung zu befreien und zu einem Ort demokratisch getroffener Entscheidungen zu machen. Das Gedankengebäude der Soziokratie kann hierbei einen besonderen Beitrag leisten, weil inklusives Handeln vor exklusivem Entscheiden Vorrang hat."

ehem. Schuldirektor Tobias Albrecht 
Mittelschule Schendlingen, AT
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Soziokratische Entscheidungen kommen nicht durch Mehrheitsbeschlüsse, sondern nach dem »Kein-Einwand-Prinzip« (auch »Konsent-Prinzip«) zustande. Das heißt, alle Beteiligten werden gleichwertig gehört und in die Entscheidungen mit einbezogen. Im Gegensatz zu demokratischen kann bei soziokratischen Wahlen also niemand überstimmt werden.

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Im Wesentlichen handelt es sich um eine offene Nominierung, bei der Entscheidungen nur dann gültig sind, wenn niemand der Anwesenden einen schwerwiegenden und begründeten Einwand im Sinne des vorher formulierten Zieles vorzubringen hat. Das Ziel ist es, eine Person zu finden, die der gemeinsam beschlossenen Rollenbeschreibung entspricht.

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Sie kommen durch ein hohes Maß an Mitsprache zustande, das heißt, die Urteilsfähigkeit und das Verantwortungsgefühl jedes beteiligten Individuums spielen eine zentrale Rolle. Soziokratische Wahlentscheidungen zeichnen sich deshalb durch ein entsprechend hohes Maß an Akzeptanz und Nachhaltigkeit aus.

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Die Erfahrung zeigt, dass sie besonders für kleine und mittelgroße Gruppen geeignet ist, also dort, wo das Vertrauen zwischen den gewählten Personen und der jeweiligen Gruppe eine wichtige Rolle spielt beziehungsweise, wo es darum geht, die fähigste Person für eine bestimmte Rolle zu finden.

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Wenn nur ein kurzes Zeitfenster von 2 Stunden zur Verfügung steht, empfehlen wir, nicht das ganze Verfahren durchzuführen, sondern die verfügbare Zeit für die Vorbereitung und die soziokratische Definition der Rollenbeschreibung zu verwenden und dann mit der geheimen Mehrheitswahl fortzufahren.

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Es spielt keine Rolle, wie gut sich die Schüler:innen untereinander kennen, denn sie müssen ohnehin ein Klassensprecherteam wählen. In einer neuen Klasse kann auf jeden Fall die Einführung und die soziokratische Rollenbeschreibung durchgeführt werden und von da aus zur geheimen Wahl übergegangen werden. Geheime Abstimmungen sind jedoch meist mit Wahlkämpfen verbunden, an denen nur die lauten und extrovertierten Schüler teilnehmen. Das offene Wahlverfahren baut auf der Stärke auf, dass diese Schüler:innen sich immer noch selbst nominieren können, gleichberechtigt mit anderen Nominierungen. Wir unterschätzen oft, wie sehr wir die Qualitäten und Fähigkeiten anderer Menschen schon nach kurzer Zeit wahrnehmen.

Wir sehen es als eine großartige Chance, schon in der ersten Klasse direkt die soziokratische Wahl durchzuführen. 

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Am Beispiel einer Klassensprecherwahl findest du in diesem Dokument eine ausführliche Anleitung.

Über das Projekt und die Autoren

Der Online-Leitfaden zur offen Klassensprecherwahl wurde von Lisa Praeg vom Büro für Kollaborationskultur und Partnern erstellt. Es wird von der Europäischen Union unterstützt und finanziert. Der Inhalt dieser Webseite basiert auf dem Handbuch „Wir wählen!", das im Rahmen der Wirkstätten der Utopie finanziert und erstellt wurde und von dem Verein Tage der Utopie zum ersten Mal herausgegeben wurde. Die Ideengeberin dafür ist Lisa Praeg. Die Erfahrungen beim Praktizieren und Lehren der soziokratischen offenen Wahlen in Schulen seit 2017 wurden in diesen Online-Kurs integriert. Ziel dieser Initiative ist es, Bewusstsein für die Vielfalt der Entscheidungsmethoden zu schaffen und konkrete Methoden für gelebte Kollaboration an Schulen zu verbreiten.

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“Jedes Kind soll mindestens einmal die offene Wahl erleben, weil diese Art des Miteinanders Hoffnung und Zuversicht gibt.”

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Die Zieglersche
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